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| Wir sitzen auf dem Trockenen | | | Haben Sie’s auch gehört? Wer zur CeBIT fährt mit einer der üstra-Straßenbahnen oder Busse, muss selbst zahlen. Das erste Mal seit zehn Jahren gilt das Messeticket nicht mehr als Fahrticket. Nachtigall, ick hör dir trapsen: War nicht vom Schrumpfen des Messeumfangs die Rede, keine Rekordergebnisse werden mehr erwartet? Und nun muss der geneigte Messebesucher in die Umhängetasche greifen und selbst zahlen. Oder zu Fuß gehen. Das fängt ja gut an. | | mehr | Artikel drucken | |
| | Glosse: Die Roten müssen raus | | Ihre Zeit ist abgelaufen: Die Roten müssen die Stadt verlassen. Lange genug haben sie sich quer gestellt, die Atmosphäre in Hannover vergiftet und die freie Sicht vernebelt. Die Rede ist nicht von Hannover 96, den Genossen der SPD oder gar von den roten Socken der Linkspartei, wie manch Konservativer vielleicht im ersten Moment denken würde. Nein, es heißt Abschied zu nehmen von den ROT-plakettierten Autos. Ab 1. Januar werden weitere 20000 Fahrzeuge der Region Hannover aus der Innenstadt ausgesperrt. Denn dann endet die Frist für die Fahrzeuge mit den roten Plaketten. Und das ist nur eine Ungeheuerlichkeit, die uns 2009 erwartet.
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| | Glosse: Ach Göttchen, ist schon wieder... | | | „Wetten, dass sich außer schlechten Fernsehshows und bunten Lichterketten genauso viele andere Dinge saisonbedingt wiederholen wie im Herbst Blätter in der Eilenriede weggepustet werden?“ provozierte mich neulich Ingolf Igel. Klar, er zum Beispiel freut sich wie jedes Jahr seit einem Jahrzehnt aufs wohlig warme Laatzener Igelhaus. Hungert sich auf unter 500 Gramm, dann darf er rein. Das nur am Rande. Wiederholungstäter gibt es alle Jahre wieder. Doch 2008 war nicht nur eine Wiederholung von Feiertagen. „Yes, we can auch anders!“, hieß es wie so oft gleich zu Beginn. So mancher startete mit ehrgeizigen Zielen in das Jahr – wie zum Beispiel Frau L., die für die Pro Hannover Region kam, sah und wieder ging. | | mehr | Artikel drucken | |
| | Glosse: Wer hat Angst vorm Ernst August | | Neulich in einem Wirthaus in der Wedemark: „Ich bin wieder in meine Heimat gezogen und fahre zum Arbeiten nach Hannover.“ Fast täglich setzt sich der junge Mensch in den ICE und braust zwei Stunden hin und zwei Stunden zurück. Wohnen in Hannover? Nein danke. Keine Atmosphäre, betrübte Menschen. Doch jetzt wird alles anders dank der dreisten Drei und der Aktion City 2020. | | mehr | Artikel drucken | |
| | Glosse: Gründliche Geduldsprobe | | Mit Behörden ist es ja immer so eine Sache. Keiner will sie, jeder braucht sie und meistens geht irgendetwas schief. Wie bei einer Bekannten, die sich einst aus Hannover verabschiedete und sich ordnungsgemäß beim Ordnungsamt abmeldete, aber auch noch einen Internationalen Führerschein für ihren Aufenthalt in den USA beantragen wollte. Auf die Frage, wo sie den denn bekäme, bekam sie zwei Minuten nach ihrer Abmeldung die schlichte Information: „Hier jedenfalls nirgendwo, Sie wohnen ja nicht mehr in Hannover.“ Soll noch mal jemand behaupten, die Menschen halten sich nicht an Vorschriften. Aber lassen wir das, es ist lange her. Aktueller sind die Probleme mit den Verbrecherfotos für den Pass.
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| | Glosse: Und es war Sommer | | Obama hat gesprochen, Billy Idol hat gesungen und der Maschsee hat gefeiert, äh, wurde gefeiert. Schön soweit. Doch es wäre langweilig, wäre das schon alles. Mal kurz nichts tun ist in Zeiten der Trend setzenden Workaholics nicht gut angesehen oder – viel schlimmer – von den meisten schon verlernt worden (herzliche Grüße an dieser Stelle an alle, die im Sommer mal ein paar Tage blau waren, äh, blau gemacht haben, recht so!). Alle Jahre wieder treibt das berühmte Sommerloch absonderliche Extrablüten wie ein Spatz, der sich im Juli und August Kanarienfedern ansteckt.
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| | Glosse: Für eine hamstergerechte Landwirtschaft | | Bevor sich die Stadt in die Sommerfrische der Lüneburger Heide aufmacht, wird noch mal kräftig gefeiert. Da gibt es hier ein üppiges Mahl unter dem freien Hofhimmel der Region Hannover im Haus der Wirtschaftsförderung. Da lädt Wirtschaftsminister Walter Hirche Freunde und Bekannte zum Sommerempfang. Die Stimmung ist gelöst, die Atmosphäre entspannt unter den Entscheidern und Bestimmern aus Wirtschaft, Kultur und Politik. Bei solch’ guter Sommerlaune vergisst man leicht diejenigen, die nichts zu feiern haben. Wenn da nicht die Stadt Hemmingen wäre.
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